ZUKÜNFTIGE AUSSTELLUNGEN

MASCHINENHAUS M1

Up and Down
Die Avantgarde von Heute als Salonkunst von Morgen?

Lena Braun, Jennifer Danos, Grace Jones / Nick Hooker, Christine Sun Kim, Akane Kimbara, Wolfgang Müller, Magnús Pálsson, Andy Warhol / Susan Sontag, Ming Wong / The Island of Lost Souls
2. April - 6. August 2017
Eröffnung: Samstag, 1. April 2017, 17 Uhr

Die Kunst präsentiert sich gerne als eine Gegenkultur. Popularität in der Kunst wirkt deshalb oft suspekt: Kunst sollte auf gewisse Art Anti-Mainstream, Avantgarde sein. „Dabei endet die Avantgarde von heute“, so der Künstler Wolfgang Müller, „nicht selten als Salonkunst der Zukunft.“ Vieles wird überschätzt, anderes übersehen oder ignoriert. Das, was sich der allgemeinen Wahrnehmung und Anerkennung entzieht, wird Subkultur oder Underground genannt. 

Up and Down präsentiert künstlerische Positionen, die sich im flirrenden Spannungsfeld zwischen Subkultur, Hochkultur und Mainstream bewegen. Sie stellen die ihnen zugrunde liegenden Mechanismen in Frage und erkunden den Verhandlungsraum solcher Zuschreibungen. Wann gilt etwas als Hochkultur? Und wann als Subkultur? Ist Subkultur authentischer als Kitsch, Glamour und Pop? Wo vermittelt die „Verpackung“ ihre Botschaften? Gezeigt werden künstlerische Arbeiten, die solche Kategorisierungen in Bewegung setzen, oder diese in Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten neu formieren.

Gastkuratorin: An Paenhuysen

Mit der freundlichen Unterstützung von Design Your Wall. www.designyourwall.com
 


MASCHINENHAUS M2

Shirana Shahbazi
First Things First
2. April - 6. August 2017
Eröffnung: Samstag, 1. April 2017, 17 Uhr

Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst widmet der aus dem Iran stammenden Künstlerin Shirana Shahbazi (*1974, lebt in Zürich) erstmals in Berlin eine umfassende Werkschau. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von in den vergangenen 15 Jahren entstandenen, überwiegend fotografischen Arbeiten Shahbazis. Die Künstlerin schuf parallel höchst heterogene Werkgruppen: schwarz-weiße Landschaftsaufnahmen, prunkvolle Stilleben, geometrische Abstraktionen oder dokumentarische Fotografien. Dieses Spektrum wird in der Ausstellung mit rund 60 Werken zu einem visuellen Bilderkosmos verdichtet, der sich jenseits von Kategorien wie stilistischer Ähnlichkeit oder zeitlich logischer Reihung entwickelt. 

So verschieden die Motive auch sind, geht es in Shahbazis Bildern immer auch um die Fotografie an sich, um die Besonderheiten des Mediums, das Stillstellen eines Moments, die Materialität von Dingen und die kulturellen Codierungen von Darstellungen, Motiven oder Orten. Häufig entstehen die Werke in Transformationsprozessen, zum Beispiel wenn sie Aufnahmen, die auf der Reise von Zürich nach Teheran entstanden sind, in zweifarbige Lithographien übersetzt. Oder wenn Shahbazi präzise räumliche Objekte baut, um sie dann in eine scheinbar abstrakt-geometrische fotografische Fläche zu überführen. Das Festhalten und Konstruieren von Wirklichkeit wird so in den Werken Shirana Shahbazis zu einer Möglichkeit des Nachdenkens über die dem Sichtbaren eingeschriebenen Codes und Konventionen.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
Die Ausstellung wird kuratiert von Andreas Fiedler.
 

 

KESSELHAUS

Haegue Yang
10. September 2017 - 13. Mai 2018
Eröffnung: Samstag, 9. September 2017

 


 

KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Am Sudhaus 3, 12053 Berlin