KINDL – ZENTRUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Mit dem KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst ist in Berlin ein außergewöhnlicher Ausstellungsort entstanden. Seit 2016 werden in dem Gebäudekomplex der ehemaligen Kindl-Brauerei in Neukölln wichtige Positionen internationaler Gegenwartskunst gezeigt. Das Ausstellungsprogramm unter der künstlerischen Leitung von Andreas Fiedler umfasst mehrere große Ausstellungen pro Jahr und wird durch Veranstaltungen wie Künstlergespräche, Vorträge und Konzerte ergänzt. Bereits im ersten Jahr zählte der neue Kulturstandort über 30.000 Besucherinnen und Besucher.
 

Zentrum für zeitgenössische Kunst

Das Industriedenkmal im Stil des Backsteinexpressionismus der 1920er Jahre verfügt über mehr als 1.600 qm Ausstellungsfläche. Auf den drei Etagen des ehemaligen Maschinenhauses mit jeweils rund 400 qm Fläche werden parallel monografische Werkschauen und thematische Gruppenausstellungen präsentiert. Mit rund 20 Metern Höhe und Seitenlänge bietet das Kesselhaus einen spektakulären weiteren Ausstellungsort. Für diesen imposanten Raum entwickeln bedeutende Künstlerinnen und Künstler jeweils eine ortsspezifische Arbeit. Nach Roman Signer, David Claerbout und Haegue Yang wird die Reihe 2018/19 mit dem in Berlin lebenden Maler und Bildhauer Thomas Scheibitz fortgesetzt.

Die Umwandlung des ehemaligen Industriekomplexes in ein Zentrum für zeitgenössische Kunst ist der Vision von Salome Grisard und Burkhard Varnholt zu verdanken. Sie erwarben das unter Denkmalschutz stehende Ensemble aus Maschinenhaus, Sudhaus, Turm und Kesselhaus 2011 und ließen es sorgfältig sanieren. Durch historisch-sensible Umbaumaßnahmen – beispielsweise die Erschließung der einzelnen Ausstellungsebenen durch ein Foyer mit Außentreppe in Sichtbeton und Glas – wurde ein moderner, vielfältig nutzbarer Präsentations- und Produktionsort für Kunst geschaffen und zugleich der industrielle Charakter des Gebäudes erhalten.

Neben den Ausstellungsräumen beeindruckt vor allem auch das ehemalige Sudhaus der Brauerei mit seinen sechs riesigen Kupferkesseln, den damals größten Sudpfannen Europas. Im einstigen „Palast Berliner Bierkultur“ lädt nun ein Café Besucher und Nachbarn ein, in den wärmeren Monaten auch in den Biergarten unter Platanen auf dem Vorplatz.


Lebendiger Kulturort

In den Vermittlungsräumen des KINDL wird ein vielseitiges Bildungsprogramm zu den Ausstellungen angeboten, insbesondere für Schulklassen aus dem Bezirk Neukölln. Hier treffen sich auch die „KINDL-Kinder“, Schülerinnen und Schüler aus der direkten Nachbarschaft, zu regelmäßigen Workshops im Rahmen eines innovativen Bildungsprojekts, das sich über mehrere Jahre und Klassenstufen hinweg erstreckt.

Im dynamischen Umfeld Nord-Neuköllns fungiert das KINDL als öffentlichkeitswirksamer Ort und Impulsgeber für die stadträumliche Entwicklung. Auf dem ehemaligen Brauereigelände sind in unmittelbarer Nachbarschaft bereits zahlreiche Initiativen und Organisationen aktiv, um Modelle neuartiger Wohn- und Arbeitsformen zu erproben.

Das KINDL kooperiert regelmäßig mit Kultureinrichtungen und -veranstaltern, die innovative künstlerische Ideen verfolgen und den aktuellen Diskurs aufnehmen. So waren beispielsweise die Festivals „Tanz im August“ und „48 Stunden Neukölln“ wiederholt zu Gast im KINDL. Die eindrucksvollen Räume des KINDL können für Veranstaltungen verschiedenster Art genutzt und sowohl für private wie geschäftliche Anlässe gemietet werden. Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst arbeitet gemeinnützig. Sämtliche Einnahmen fließen direkt in den Ausstellungsbetrieb zurück.


Sie möchten sich für das KINDL engagieren?

Informationen für Unternehmen und Privatpersonen zu Partnerschaften und Möglichkeiten der Unterstützung finden Sie auf unserer Webseite unter www.kindl-berlin.de/foerderer-partner
E-Mail: foerderer-partner(at)kindl-berlin.de

 

TEAM

Andreas Fiedler, Künstlerischer Direktor
Magdalena Mai, Kuratorische Assistentin
Johannes Leppin, Kaufmännischer Leiter
Anke Grossmann, Koordination
Salome Sommer, Ausstellungsproduktion
Giselind Rinn, Sponsoring and Fundraising
Edgar Goldstein und Marcus Goldstein, Haustechnik