ANGEBOTE FÜR SCHULEN
 

Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst bietet ein vielseitiges Vermittlungsprogramm an, das einen altersspezifischen Zugang zu den jeweiligen Ausstellungen ermöglicht. Die 90-minütigen Workshops richten sich an die Klassenstufen 2 bis 13 und finden vormittags außerhalb der Öffnungszeiten in den speziellen Seminarräumen des KINDL statt.


Information und Anmeldung:
Magdalena Mai
T 030 832 15 91 20
vermittlung(at)kindl-berlin.de


Konzeption und Inhalte:
Bettina Busse


AKTUELLE ANGEBOTE

 Thomas Scheibitz,  Plateau mit Halbfigur,  Ausstellungsansicht KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst; © Thomas Scheibitz / VG BILD-KUNST, Bonn, 2018, Foto: Jens Ziehe

Thomas Scheibitz, Plateau mit Halbfigur, Ausstellungsansicht KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst; © Thomas Scheibitz / VG BILD-KUNST, Bonn, 2018, Foto: Jens Ziehe

Thomas Scheibitz: Plateau mit Halbfigur
9. September 2018 - 12. Mai 2019 im KESSELHAUS

Ein Gesicht, eine Brücke, ein Buchstabe – das sind nur drei von insgesamt sieben Elementen, die Thomas Scheibitz auf dem roten Plateau im riesigen Kesselhaus angeordnet hat. Je nach Abstand und Blickwinkel bieten sich unterschiedliche bildhafte Eindrücke von Flächen und Körpern, Oberflächen und Raumperspektiven.

Plateau mit Halbfigur ist mit fast 8,5 Metern die bisher größte Skulptur des Künstlers. Der Workshop zur Ausstellung versucht, künstlerisches Denken und Handeln durch eigenes Erleben und Experimentieren begreifbarer zu machen. Er lässt die Teilnehmer*innen darüber nachdenken, wie wir mit Dingen umgehen, und zeigt, dass uns die Arbeitsweise eines Künstlers aus eigener Erfahrung durchaus vertraut ist.

Der Workshop wird dem Alter der Kinder und Jugendlichen angepasst und arbeitet mit Beispielen, die diese aus ihrer eigenen Lebenswelt kennen.

 Kathrin Sonntag,  Things Doing Their Thing,  Ausstellungsansicht KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst; Foto: Jens Ziehe, 2018

Kathrin Sonntag, Things Doing Their Thing, Ausstellungsansicht KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst; Foto: Jens Ziehe, 2018

Kathrin Sonntag
Things Doing Their Thing
9. September 2018 – 27. Januar 2019 im MASCHINENHAUS M2

Die Berliner Künstlerin Kathrin Sonntag untersucht in ihren Arbeiten, wie wir alltägliche Dinge sehen, wahrnehmen und erkennen.
Ihre Installation Problems and Solutions zeigt Fotografien, auf denen spontane Lösungen für Probleme des Alltags festgehalten sind: Ein Besen, der zum Trocknen kurzerhand auf einer Mauer abgelegt wird, ein schwerer Ast, der sich auf einen Holzpflock stützt oder eine zerbrochene Fensterscheibe, die notdürftig mit Klebeband repariert wurde. Indem sie diese Bilder im Ausstellungsraum mit wandfüllenden Fototapeten und echten Objekten kombiniert, fordert die Künstlerin dazu auf, unsere Wahrnehmung zu überprüfen: Was ist hier Realität, was ist Abbildung?

Im Workshop zur Ausstellung Things Doing Their Thing sind die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, mit dem Medium der Fotografie zu experimentieren und dabei eigene Bilder zu entwickeln, die unsere Sehgewohnheiten auf die Probe stellen.


VERGANGENE ANGEBOTE

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Taiyo Onorato & Nico Krebs: Defying Gravity
25. März – 15. Juli 2018 im MASCHINENHAUS M1 + M2


Der Blickwinkel, aus dem wir unsere Umgebung wahrnehmen, bestimmt, was wir sehen. Verändern wir unsere Position nur ein wenig, kann das Große klein, das Kleine groß erscheinen.

Den Blick des Künstlerduos nachzuvollziehen und die eigene Sicht auf die Dinge zu erforschen, ist das Thema dieses Workshops.

 Foto: © Jens Ziehe, 2017; Courtesy: Haegue Yang

Foto: © Jens Ziehe, 2017; Courtesy: Haegue Yang

Haegue Yang: Silo of Silence – Clicked Core
10. September 2017 – 13. Mai 2018 im KESSELHAUS

Ein Raum, ein Kunstwerk und viele Möglichkeiten, es zu betrachten.

Die aus Südkorea stammende Künstlerin Haegue Yang greift bei Silo of Silence – Clicked Core auf handelsübliche Jalousien zurück. Die mobileartige Skulptur mit rotierendem, durch Neonröhren in Szene gesetzten Kern wird als raumgreifende Arbeit im Kesselhaus präsentiert. Das Zusammenspiel zwischen dem imposanten, 20 Meter hohen Raum und der lautlosen Installation steht im Fokus dieses Workshops. Durch die verschiedenartige Anordnung flexibler Module im Raum wird diese Wechselwirkung von den  Schüler_innen auf experimentelle Weise erprobt und erlebbar gemacht.

 

 Foto: Asta Gröting, Berlin Fassaden / Mausoleum, © VG BILD-KUNST, Bonn, 2017

Foto: Asta Gröting, Berlin Fassaden / Mausoleum, © VG BILD-KUNST, Bonn, 2017

Asta Gröting: Berlin Fassaden
10. September – 3. Dezember 2017 im MASCHINENHAUS M0


Aus der schweren Silikonhaut der Mauern und Fassaden treten die Einschusslöcher wie Narben der Geschichte hervor. Wenn Fassaden bröckeln, werden verborgene Geschichten freigelegt.

Asta Grötings Ausgangspunkt sind Fassaden, die in Form von Einschusslöchern noch Spuren des Zweiten Weltkriegs in sich tragen. In Berlin Fassaden erfasst sie die versehrten Mauern bildhauerisch, indem sie von ihnen Silikonabformungen anfertigt. Staub, Dreck und auch Graffitis werden von der Trägermasse angenommen und lassen die Negativabdrücke fast wie bemalt wirken. Die zum Teil monumentalen Arbeiten schaffen dabei ein Bewusstsein für die anhaltende Präsenz historischer Ereignisse. 

 

 Fotocredit: Shirana Shahbazi, Haare, 2014, Two-colored lithography on Zerkall Bütten paper

Fotocredit: Shirana Shahbazi, Haare, 2014, Two-colored lithography on Zerkall Bütten paper

Shirana Shahbazi: First Things First
2. April - 6. August 2017 im MASCHINENHAUS M2

Was sehen wir als Erstes, wenn wir einen Raum betreten? Ist es eine Farbe? Ein Gegenstand? Etwas Bekanntes? Etwas Unbekanntes? Sehen alle das Gleiche? Was fotografieren wir? Warum machen wir ein Foto? Mögen alle die gleichen Bilder?

Ein Raum voller fotografischer Arbeiten von Shirana Shahbazi.

 

 

 

 

 

 © David Claerbout / VG BILD-KUNST, Bonn, 2016

© David Claerbout / VG BILD-KUNST, Bonn, 2016

David Claerbout:  Olympia
11. September 2016 - 28. Mai 2017 im KESSELHAUS

Die Zeit fließt unaufhaltsam - aber ist sie rasend schnell oder schleichend langsam? Wie vergeht für uns Menschen die Zeit? Wie für ein Gebäude aus Stein? Stellt euch vor, das Olympia Stadion in Berlin wäre von heute auf morgen von Menschen verlassen. In der Videoarbeit ‚Olympia’ des belgischen Künstlers David Claerbout passiert genau das: In einer Computeranimation lässt er das Berliner Olympiastadion in realer Zeit zerfallen. Wie wird es sich über die Zeit verändern?