"Go East!"
Vortrag von Thibaut de Ruyter im Rahmen der Ausstellung Defying Gravity
Sonntag, 1. Juli 2018, 17 Uhr im Maschinenhaus M0, Eintritt frei

Aufgrund der geografischen Lage Berlins ist es eigentlich naheliegend, den Blick weiter nach Osten zu lenken. Je tiefer man aber in den östlichen Raum vordringt, umso diffuser werden die Vorstellungen von den Ländern und Gegenden jenseits der Grenzen Europas. In der Fotoserie Continental Drift, die zwischen 2013 und 2016 auf Reisen in Richtung Mongolei entstand, vermitteln Taiyo Onorato & Nico Krebs individuelle Eindrücke von in Westeuropa eher unbekannten Lebensräumen.

In den letzten Jahren führten kuratorische Projekte Thibaut de Ruyter vom Kaukasus bis Wladiwostok durch Zentralasien. Davon ausgehend beleuchtet er in seinem Vortrag „Go East!“ den Alltag und die zeitgenössische Kunstszene dieser Region. Dabei interessieren de Ruyter Fragen wie: Was bedeutet es, Künstler in Ländern wie Usbekistan oder Kasachstan zu sein? Welches Verhältnis herrscht zwischen figurativer und abstrakter Kunst in Zentralasien? Politische Kunst innerhalb einer Diktatur – inwiefern ist das möglich?<
 

Thibaut de Ruyter (geb. 1972 in Lille, Frankreich) ist Architekt, Kurator, Kunst- und Architekturkritiker. Seit 2001 lebt und arbeitet er in Berlin. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Magazinen wie Art Press, Il Giornale dell'Architettura und Frieze. Seit 2007 ist er Mitglied der Französischen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes (AICA). Zuletzt kuratierte de Ruyter zusammen mit Inke Arns im Auftrag des Goethe-Instituts die Wanderausstellung Die Grenze / The Border, die u.a. in Moskau, Sankt Petersburg und Dortmund Station machte.